Mittwoch, 18.10.2017

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Prototypen des MAN 630

Das Farbfoto eines L2AE Prototypen wurde uns von Herrn Alois Maier, dem damals mit der Produktion beauftragten Werkstattmeister der MAN, zur Verfügung gestellt. Das Foto in Farbe ist an sich schon eine Rarität. Neben den hinreichend bekannten Merkmalen der Prototypen gilt es in diesem Falle ein besonderes Augenmerk auf die Peilstäbe zu richten. Sie befinden sich ausschließlich auf dem Blinkergehäuse - dort erinnert bei allen heute noch laufenden MAN 630 nur noch ein Bohrloch an diese Art der Anbringung.


Prototyp der Kofferversion des MAN 630 L2A noch ohne Begrenzungs-
leuchten und ohne Versteifungsrippen am Fahrerhaus.




Prototyp des L2AE



Von den ab 1958 für die Armee beschafften 30.000 LKW 5T lieferte MAN mit etwa zwei dritteln den größten Anteil. Das von MAN aufgrund der Ausschreibung des Beschaffungsamtes 1956 angebotene Muster, der Typ 630 L2, war eine direkte Weiterentwicklung des Weltkrieg II - Typs ML 4500 A, der von 1940-44 gefertigt wurde. Nach kurzer Erprobung, die noch kleine Änderungen mit sich brachte, erhielt MAN den Auftrag zur Lieferung von insgesamt 20.935 LKW.

Zwei verschiedene Versionen wurden ab 1958 geliefert:

- MAN 630 L 2 AE Pritsche und
- MAN 630 L 2 A Pritsche / Koffer

Hinzu kamen noch die Spezialentwicklungen:

- MAN 630 L 2 A/AE Dreiseitenkipper und
- MAN 630 L2 A Sattelzugmaschine

deren Hauptmerkmal das von 4.600 mm auf 4.100 mm verkürzte Fahrgestell war. Der Stückpreis dieser Fahrzeuge belief sich auf ca. DM 51000,-. Merkmale des AE Typs (7920 kg Leergewicht) waren hintere Einzelbereifung mit der Reifengröße 14.00 - 20 eHD und in die Stoßstange integrierte Scheinwerfer. Der A - Typ (7515 kg Leergewicht) hatte bei hinterer Zwillingsbereifung eine Reifengröße von 11.00 - 20 eHD und die Scheinwerfer auf den Stoßstangen montiert. Eingebaut war in beiden Typen ein 6-Zylinder-Vielstoffmotor Typ D 1246 MVA/MV mit 8275 ccm Hubraum und 130 Ps Leistung, der Vorderradantrieb war zuschaltbar.

Bemerkenswert war die unterschiedliche Pritschenausstattung:

- 1958/59
einteilige 4,5 m Pritsche, Reserverad rechts hinter dem Fahrerhaus stehend angeordnet
- 1959/60
einteilige 5,0 m Pritsche, Reserverad links unter der Pritsche liegend angeordnet und
- 1961-72
zweiteilige 5,0 m Einheitspritsche, Reserverad links unter der Pritsche liegend angeordnet


Die im gleichen Zeitraum gefertigen Kofferaufbauten stammten von verschiedenen Herstellern, wie z.B. Bauer/Köln, Blumhardt/Wuppertal, Zeppelinwerke/Friedrichshafen und Glas/Dingolfing. Spezialaufbauten und Rüstsätze wurden u.a. von Schörling, Meiller, Lorenz, AEG - Telefunken, Magirus, Hein-Lehmann, Salzgitter, Miesen und Linde gefertigt. Die Produktionszahlen für die einzelnen Varianten beliefen sich auf:

- MAN 630 L 2 AE Pritsche 11352 Stück
- MAN 630 L 2 A Pritsche 1928 Stück
- MAN 630 L 2 A Koffer 7656 Stück


Insgesamt kann man feststellen, dass die MAN 630 L 2 A /AE die an sie gestellten Erwartungen erfüllt haben. Bis auf wenige Spezialfahrzeuge wurde der MAN nach mittlerweile 40 jährigem Einsatz, Ende der 90er Jahre durch den LKW der gl. bzw. tmil. Folgegeneration abgelöst.